Donnerwetter und potz Blitz…!
...wenn das Wetter wettert!
Die Klimaverschiebung bringt einiges mit sich. Nicht nur eine Erwärmung – manche freuen sich über milde Winter ohne dieses „lästige Scheibenkratzen“ an den Autos. Oder die geringeren Heizkosten. Ganz davon abgesehen muss man im Sommer nicht mehr unbedingt in den Süden fliegen. Bleibt man in mitteleuropäischen Breiten, ist man mit strahlendem Sonnenschein und teils annähernd 40°C "gut bedient".
Doch es steckt mehr Gefahr hinter der Klimaerwärmung, die Kosten, die
dadurch verursacht werden sind ungleich höher, als jene, die man
vermeintlich durch ein geändertes Klima „spart“.
Versicherungen schätzen die Schäden des im Januar 2007 über Deutschland
gezogenen Orkantiefs "Kyrill" auf mindestens drei Milliarden
Euro. Alleine in Deutschland!
Derartige Wetterextreme nehmen zu. Weltweit!
Sicher gab es schon immer extreme Überschwemmungen. Selbstverständlich
wüteten auch früher gewaltige Stürme. Und Dürreperioden sind auch
vorgekommen. Doch es gibt einen Unterschied. Können Sie sich daran
erinnern, wie viele Jahrhunderthochwasser es in den letzten 20 Jahren gab?
Denken Sie an die Überflutungen am Rhein und seinen Nebenflüssen, wie der
Mosel in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Überschwemmungen an
Oder, Neiße und Elbe. Und an die Jahrhundert- bzw. Jahrtausendflut,
wiederum an der Elbe, im Jahr 2002. Dresden war damals überflutet. Erinnern
Sie sich noch?
Im darauf folgenden Jahr – 2003 – war an Hochwasser nicht zu
denken. Es herrschte der zum Teil trockenste Sommer seit Beginn der
Wetteraufzeichnungen in Deutschland. Die Elbe führte Niedrigwasser, die
Schifffahrt wurde auf vielen Flüssen eingestellt, Atomkraftwerke mussten
abgeschaltet werden, da die Wassertemperaturen zu hoch waren, um eine
Kühlung zu gewährleisten. Die Landwirtschaft litt extrem – gewaltige
Ernteausfälle waren die Folge. Mindestens 30.000 Menschen starben in diesem
Jahrtausendsommer durch die Hitze von teils über 40°C in ganz Europa!
Der Sommer 2004 war in Deutschland geprägt von Gewitterstürmen und
Hagelunwettern. Im Juli fielen in der Bodenseeregion und in der Schweiz
tischtennisballgroße Hagelkörner herab – eine teils 50cm dicke
Schicht entstand auf dem Boden!
Im April 2005 herrschten ungewöhnliche Tiefstwerte in Europa mit bis zu
-43°C. Selbst in Spanien sanken die Werte auf bis zu -15°C. Im Mai dieses
Jahres dagegen brach der Sommer herein – mit noch nie zuvor
gemessenen 30°C in Deutschland an einem ersten Mai.
Im Juli 2006 hatten die Menschen in Europa wieder mit extremen Hitzewellen
und Trockenheit zu kämpfen. Inzwischen kann man schon davon ausgehen, dass
mitten in Europa ein Trockengebiet entstehen wird, wenn sich der Trend der
geringeren Niederschläge fortsetzt. – Verheerend für die dort
heimische Natur und auch für die Landwirtschaft.
Aber nicht nur in Europa sind derartige Extreme zu beobachten.
Im September 2002 starben in Vietnam Menschen bei den schlimmsten
Überflutungen seit dem Jahr 1934.
In Island stiegen die Temperaturen am 26.10.2003 auf stolze 21°C –
ein Rekordwert für das Land im hohen Norden zu dieser Jahreszeit.
Am 25.05.2004 wurden in der Dominikanischen Republik ansonsten trockene
Gebiete überflutet nach extremen Regenfällen – bis zu 2.000 Menschen
starben.
Im Juli 2004 starben hunderte Menschen durch einen ungewöhnlich
heftigen Monsun in Südostasien. Sieben Millionen Menschen wurden obdachlos!
Ende September 2004 starben in der Karibik nach einem Hurrikan bis zu 7.000
Menschen.
Im Februar 2005 starben wiederum in Pakistan mindestens 300 Menschen nach
heftigen Schneefällen im Gebirge und starkem Regen im Flachland. Im
gleichen Monat tobte über die Region um Moskau der stärkste Sturm seit 50
Jahren.
Im Juni 2005 kamen mindestens 200 Menschen in Indien bei extremen
Höchstwerten von 50°C im Schatten ums Leben. Polen, Rumänien, Bulgarien und
Kroatien plagte im Juli eine Hitzewelle von Werten über 40°C, Dürre und
nachfolgend heftige Unwetter, bei denen auch Menschen starben. Die USA
kämpften mit der aktivsten Hurrikan-Saison aller Zeiten (26 Wirbelstürme)
mit tausenden Toten. Allein durch den Hurrikan "Kathrina"
verloren 1.000 Menschen das Leben. New Orleans wurde teils völlig
überflutet und zu großen Teilen für Jahre oder gar auf Dauer unbewohnbar.
Ein tropischer Wirbelsturm erreichte beinahe die Küste der iberischen
Halbinsel – zum ersten mal drang ein tropischer Wirbelsturm so weit
nach Mitteleuropa vor!
Anfang 2006 stiegen die Temperaturen in Australien auf über 45°C –
die höchsten Werte in der Region seit Menschengedenken! Im April traf der
stärkste tropische Wirbelsturm aller Zeiten in dieser Region auf
Australien. Es kamen keine Menschen zu Schaden – aber nur aufgrund
umfangreicher Evakuierungsmaßnahmen! (über 600.000 Evakuierte)
Während Skandinavien Anfang 2006 mit extremen Tiefstwerten zu kämpfen
hatte, überfluteten Ende des Jahres sehr starke Regenfälle Südschweden.
Zudem herrschten Ende 2006 extreme Höchstwerte in Skandinavien bis hinauf
zum Polarkreis!
Und im Jahr 2006 fand eine weitere Kuriosität statt. Es gab
Überschwemmungen inmitten der Sahara! Ende August fiel innerhalb weniger
Stunden so viel Regen, wie sonst in zehn Jahren nicht!
Nicht zu vergessen ist der Wirbelsturm „Durian“, der auf den
Philippinen über 1100 Menschen das Leben kostete!
Ganz zu schweigen von den vielen ungezählten Menschen, die beispielsweise
in Bangladesch oder anderen Ländern der so genannten „Dritten
Welt“ durch Überflutung oder Dürre ums Leben kamen.
Diese Auflistung ist wirklich nur ein sehr kleiner Ausschnitt aus einer ganzen Reihe gewaltiger Wetterextreme, die alleine im Jahr 2003 über 80.000 Menschen das Leben gekostet haben! Wobei auch hier Tote in der so genannten "Dritten Welt" gar nicht mitgezählt wurden!