Folgen Sie mir auf meine Reise in die sich reimende und befreiend wirkende Welt.
Versuchen Sie es auch mal - Gefühle kann man viel besser in Reimen ausdrücken, als in "normalen" Worten.

Hier finden Sie einen kleinen Überblick über meine Gedichte.

Mehr dazu auch unter Keinverlag.de

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Der kleine Kern…

Es war einmal ein kleiner Kern,
der hatte es partout nicht gern,
dass er umgeben war vom Nichts,
was immer dieses Nichts auch ist.

Drum schoss es nun aus ihm heraus,
„Ach, komm, ich dehn mich einfach aus!“
Kaum gesagt, schon getan,
fing er mit der Dehnung an.

Mit aller Kraft drückte er schwer,
das dunkle Nichts stets vor sich her.
Ein ungehörter Knall entstand,
der heute Urknall wird genannt.

Es war der Anfang neuen Seins,
denn jener Kern war nicht mehr klein,
Er schluckte alles rundherum,
geboren war das Universum.

Wie alles denn nun wirklich war,
warum der Urknall einst geschah,
das kann man nicht genau mehr sagen,
versuchen kann man nur zu raten.
Und dieses lass ich besser sein,
drum endet bald mein kleiner Reim.

Doch eines sollte man bedenken,
wenn man den Sinn erfragen möchte.
Man sollte die Erwartung senken,
und fragen, was die Antwort brächte.

Viel wichtiger ist doch die Frage,
was machen wir denn heutzutage
mit dieser schönen Kreation
aus Wasser, Erde, Bild und Ton?
Aus Fühlen, Sehen, Schmecken, Riechen,
aus Wäldern, Wüsten, Bergen, Tiefen.
Aus unsrer Zeit, aus unsrem Raum,
aus Hoffnung, Liebe, Ziel und Traum?
Aus Bäumen, Tieren, andren Wundern,
Lebensliebern, Zeiterkundern?
Traumweltdenkern, Blumenblühern,
Glücksverschenkern, Leidentziehern?

Asche zu Asche, Staub zu Staub,
Gefühle werden eisig taub.
Abgestorben durch das Nichts,
das langsam durch die Ritze kriecht,
der Seelen auf dem Erdenball,
erstickend jenen lauten Knall,
der entstanden war im Nichts.
Man ahnt nun auch, was dieses ist.

Es ist das Dunkle unsrer Zeit,
allmählich macht sich´s wieder breit.

Der arme Kern, der einst beschloss,
dass weichen muss der Nichts-Koloss,
ja, dieser tut mir wirklich leid.
Er hatte nicht sehr lange Zeit,
um zu verdrängen jenes Nichts,
den Schrecken alles warmen Lichts.

Drum würd ich zünden allzu gern,
in jedem Menschen jenen Kern,
der schließlich in uns allen steckt,
der nur zum Teil liegt ganz verdeckt.

Als Zündschnur dienen soll mein Reim,
ich hoffe, er dringt ganz tief ein
ins Dunkel jener grauen Tage,
dass jeder Kern sich stellt die Frage,
wieso er denn nun eigentlich
von diesem Nichts umgeben ist.
Dass es auch schießt aus ihm heraus-
ach komm, ich dehn mich einfach aus!

Und so entsteht, von Fall zu Fall,
ein neues Sein, ein neuer Knall!

................................................................................... Copyright by Torsten Jäger

Menschennorm

Nach der DIN 5008
wird täglich schon der Brief gemacht.
Und auch das DIN-A-4-Format
nutzt der Mensch heut Tag für Tag.

Das neuste in der Einheitswelt,
in der nur das Normale zählt,
ich nenn es DIN 2005,
das kennt sogar das kleinste Kind!

Die Nase krumm, die Ohren groß
schon hier geht die Bewertung los.
Die Kleidung "in", ganz modisch chic,
der Körper sportlich, normig fit?
Durchleuchtet wird auch noch der Geist,
Gedankenstempel in schwarz-weiß.

An Kohle denken, gedankenarm,
Begeisterung in enger Form.
Umzäunt ist der Gedankenwald,
Gedankenbäume wachsen bald
nur noch gen Himmel, wenn sie sind,
wie´s wünscht sich der Gesellschaftswind.
Der ausreißt alle falschen Triebe
mit Hilfe jener Normenliebe.

Die Ausgrenzung bald jenem droht,
der stoppt seinen Gedankentod.

Dabei ist es sehr gesund,
wenn dieser Wald ist herrlich bunt.
Der Bruch mit jener Menschennorm,
das Sprengen der Gedankenform,
er ist nicht einfach - ziemlich schwer,
doch erst ab dann ist jemand wer.

Ein Mensch, der selbst frei denken kann
für den fängt erst das Leben an!

................................................................................... Copyright by Torsten Jäger

Manchmal…

Manchmal schau ich aus dem Fenster
und ich frag mich, wer ich bin,
dass ich blicke hoch zum Himmel
und mich frage nach dem Sinn.

Und dann steig ich in mein „Raumschiff“,
wieder frag ich wer ich bin,
dass ich steige in mein „Raumschiff“
und nun forsche nach dem Sinn.

Entdecke eine „Lebensform“,
jeden Tag in meinem Leben,
und beschäftig mich enorm
mit dem Sinn des Lebens eben.

Ich erlebe Freud und Leid
und ich frag warum ich bin,
da das Ziel erscheint sehr weit,
ergibt dann meine Reise Sinn?

Große Zweifel an der Reise
wieder frag ich, wer ich bin,
dass ich zweifel an der Reise
und auch zweifel an dem Sinn.

Doch plötzlich wird mir sonnenklar,
was der Sinn schon immer war.

Das Leben ist die Reise
und die Reise ist der Sinn.
Ja ich freu mich, dass ich reise,
bin sehr glücklich, dass ich „bin“.
Und mein „Raumschiff“ fliegt in Zukunft,
immer weiter durch den Raum,
den das Leben hat geschaffen,
um zu erforschen jenen Traum.

................................................................................... Copyright by Torsten Jäger

Reise durch die Galaxie

Langsam zieh ich meine Bahnen
durch die große Galaxie,
die Richtung kann ich nur erahnen
ich lass mich treiben irgendwie.

Mal in Begleitung, mal allein,
flieg ich durchs unbekannte All,
in Nebeln und in Sternenschein
erleb ich es von Fall zu Fall.

Seh Sterne kommen und verglühen,
mal hier und da einen Pulsar,
der mir die Richtung zeigt zum ziehen,
komm nie mehr hin, wo ich schon war.

So gehn die Jahre nun dahin,
in meinem Flug vergeht die Zeit,
wenn ich mich richtig mal besinn,
fast wie in Lichtgeschwindigkeit.

Was ist nun alles schon geschehen
auf meiner Reise durch die Welt,
ich kann es nicht so recht verstehen,
dass jener Flug nie innehält.

Wie gern würd ich einmal verweilen
an einem wunderschönen Ort,
wieso muss man sich stets beeilen,
weshalb muss man so schnell schon fort?

........................................................................ Copyright by Torsten Jäger

Grubengräber

Ein Stein im Weg, sehr gut platziert,
hat eine Hürde gut bewirkt.
Gern wirft man auch den Stock hinein,
flugs in den Lauf, blockiert das Bein.

Es werden Gruben ausgehoben,
an Bosheit kaum noch überboten,
so steht der nette Zeitgenosse
an jenem ausgedehnten Loche.
Er freut sich förmlich auf den Fall,
den Flug und letztlich auch den Knall.
Und auch das Leben selbst spielt mit,
es bringt manchmal nur wenig Glück.

Auch wenn man nun am Boden liegt,
wenig kräftig, schwer besiegt,
denkt man in der Regel dann,
dass man nun nichts mehr ändern kann.

Doch hoch mit jenen müden Gliedern,
die Lippen öffnend, singend Liedern.
Auf in den Kampf, die Waffen klar,
nur aufgeben – was früher war!

Die neue Zeit ist angebrochen,
ein neues Süppchen nun zu kochen.
Die Gruben- und Galionsfigur
verschwindet und bleibt übrig nur
als falsch gespielte Partitur.

Schieß auf den Mond den Grubengräber,
kehr alles aus mit großem Feger.
Und mach Dich auf die Suche flink
nach Menschen, die nicht hölzern sind!

........................................................................ Copyright by Torsten Jäger

Die Urheberechte an diesen Texten liegen vollständig bei mir.

Sollten Sie diese Verse für sich nutzen wollen, so freue ich mich sehr.

NEHMEN SIE IN DIESEM FALL ZUNÄCHST ZUR GENEHMIGUNG MIT MIR KONTAKT AUF.