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Sonnenlicht


Es war einmal - noch nicht lang her -
da stand das Licht am Himmelszelt.
Die Sonne strahlte - hell und sehr -
auf jene kleine blaue Welt.

Die Zeit verging - die Sonne auch,
es wurde dunkler, kälter, Eis!
Und Wolken nahmen ihren Lauf,
verdeckten alles - neblig weiß.

Schwaden aus des Todes Hauch,
Kriegsgeflüster - Feuersbrunst!
Frieden ohne Unterbau,
bringt des schwarzen Pulvers Dunst.
Feuerbälle fallen heulend
auf die Erde, treffen tief.
Menschen, die sich nieder keulen -
die Schöpfungskrone - sie sitzt schief!
Es sitzt genau auf Messers Schneide
jener Schöpfung' Menschenkind!
So schiebt es Gott sehr schnell beiseite,
und quält bald Esel, Schaf und Rind.
Keine Skrupel mehr vorhanden,
Menschen schöpfen aus dem Vollen!
Bande, die uns einst verbanden,
und wir nicht mehr sehen wollen.

Es ist Weihnacht - liebe Menschen!
Jesus ist geboren heut!
Herr und Heiland - lasst gedenken -
jener Hochglückseeligkeit!
Zündet Kerzen – liebe Freunde -
freudig an in jedem Haus!
Lasst uns tun, was Jesus meinte,
als er brach das Brot zu Haus.
Esset und trinket alle davon -
so sprach der Heiland bei dem Mahl.
Brot und Wein - man ahnt es schon
in ihm steckt Segens' Überzahl.
Sucht nicht nach Gott, sucht nicht nach Jesus,
zweifelt nicht an Existenz!
Blickt auf die Schöpfung, wo man sehn muss
nur Gottes Werk und sein Talent!
Kommt lasst uns zünden viele Kerzen
gegen jede Bombenfracht,
die Flamme brennt in unsren Herzen,
gegen der Zeiten Mitternacht.
Und gegen jeden Mord und Todschlag,
jede Ungerechtigkeit,
gegen jeden feigen Anschlag
jede Unglückseeligkeit,
jeden Nichtrespekt an Schöpfung
vor des Gottes Angesicht!

Und so keimen Licht und Hoffnung,
Liebe, Glück und Zuversicht.

Heute ist geborn der Heiland,
in der Krippe Bethlehems.
Lasst gedenken, lasst uns feiern,
dunklen Tagen widerstehen!

Und so bringen unsre Kerzen
Licht in tiefste Dunkelheit.
Öffnet alle eure Herzen!
Dort ist Gott - zu jeder Zeit!